KI-Suche: Verlage erstellen weniger Content und achten dafür mehr auf Qualität
Die KI-Suche könnte sich positiv auf die Qualität der Inhalte im Web auswirken: Manche Verlage erstellen bereits weniger und dafür besseren Content.
Viel wird derzeit von Seiten der Verlage und der Publisher geklagt, weil die Klickzahlen aus der Suche sinken. Zuletzt hatte sich deshalb Google genötigt gesehen, von "Milliarden Klicks" zu schreiben, die Googles KI-Features Woche für Woche an die Websites senden würden.
Doch es ist gut möglich, dass sie aus der Not eine Tugend machen, wovon vor allem die Leserinnen und Leser profitieren würden: Nach einem Bericht auf Press Gazette erstellen bereits manche Verlage weniger Inhalte und achten mehr auf Qualität.
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Hearst UK zwingt demnach seine Journalisten, vor dem Einreichen einer Idee eine Tabelle auszufüllen, in der sie begründen müssen, warum ein Artikel geschrieben wird, welches Format er hat und welches Thema er behandelt. Diese Datengrundlage hilft zu verstehen, ob Artikel beispielsweise für Suchmaschinen (SEO) oder für Google Discover optimiert werden sollten. So können Redakteure Ideen ablehnen, die historisch gesehen keinen Traffic bringen. Das Ergebnis dieser Strategie: Die Anzahl der produzierten Artikel sank, aber der Traffic stieg. Die Vorgaben sind jedoch keine starren Regeln, sondern Richtlinien, die Raum für kreative und überraschend erfolgreiche Ausnahmen lassen.
The Times verfolgt eine „weniger, bessere Geschichten“-Strategie und hat die Zahl seiner veröffentlichten Artikel in den letzten zwei Jahren um rund 25 Prozent gesenkt. Im Gegenzug verzeichnete The Times ein monatelanges Rekordwachstum beim Traffic
Beim Telegraph lag der Fokus auf den Newslettern. Das Angebot wurde von rund 40 auf 26 Newsletter reduziert, um diese als eigenständige, hochwertige journalistische Produkte statt als reine Klick-Lieferanten für die Website zu positionieren. Der Erfolg gibt der Strategie recht: Der Flaggschiff-Newsletter „From The Editor“ wurde zur größten Quelle für neue, zahlende Abonnenten. Wenn heute neue Newsletter gestartet werden, orientieren sie sich an den Interessen der Leser, anstatt für jedes redaktionelle Ressort zwanghaft einen eigenen Newsletter anzubieten.
Bewertung
Auch in Zeiten von KI lassen sich Klicks in der Suche und auch in Google Discover erzielen. Was dabei immer wichtiger wird, ist, sich von bestehenden Inhalten abzugrenzen und einen Mehrwert zu bieten. Bei einigen Verlagen scheint diese Botschaft angekommen zu sein. Das ist erfreulich und kann die Qualität des Online-Journalismus verbessern.
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