Google steht vor Umbruch: Suchergebnisse verlinken zukünftig nicht mehr direkt auf die URLs der Websites
Bild KI-generiert
Google passt die Links auf den Suchergebnisseiten an. Statt direkter Links gibt es zukünftig den Umweg über sogenannte Goto-URLs. Damit will sich Google gegen den Missbrauch seiner Suchergebnisse schützen.
Die Google Suche steht vor einem wichtigen Umbruch, der auf den ersten Blick gar nicht erkennbar ist. Er betrifft die Verlinkung von Suchergebnissen. Bisher zeigten die Links der Suchergebnisse direkt auf die Seiten, von denen die Suchergebnisse stammten. Das zeigt das folgende Beispiel: Der Link zeigt direkt auf die Startseite von SEO Südwest.

Zukünftig wird es so sein, dass es einen Umweg über eine "Goto"-URL geben wird, also einen Zwischenstop über eine Google URL mit bestimmten Parametern. Über diese gelangt man dann letztendlich zur Zielseite. Das zeigt das folgende Beispiel von Search Engine Roundtable:

Während das auf deutschen Google Suchergebnisseiten noch nicht nachvollziehbar ist, gibt es Berichte darüber, dass die Umstellung in manchen Regionen bereits bis zu 100 Prozent vollzogen ist. So schreibt zum Beispiel Derek Perkins vom SEO-Dienstleister nozzle.io auf X, der erste große Test habe in der ersten Augustwoche stattgefunden. Man filtere diese URLs heraus, damit die Kundendaten nicht beeinträchtigt werden. Er vergleicht das mit den Auswirkungen der Abschaffung des "num=100"-Parameters durch Google. Dieser hatte viele SEO-Tool-Anbieter vor Probleme gestellt, weil sie nicht mehr wie bisher bis zu 100 Suchergebnisse von Google auf einmal abrufen konnten.
Auch diese Umstellung dürfte viele SEO-Toolanbieter vor Herausforderungen stellen, weil aus den Goto-URLs die Ziel-URL nicht hervorgeht. Damit müssen diese der Weiterleitung der Google URL folgen. Das mag bei kleinen Zahlen von URLs passieren, dürfte von Google bei umfangreichen Abrufen aber eingeschränkt werden. Herausforderungen für die Toolanbieter sieht auch Hanns Kronenberg. Er erwartet Drosselungen durch Google beim massenhaften Aufruf der Goto-URLs.
Schon früher hatte Google bei bezahlten Anzeigen, den Google Ads, auf solche Links gesetzt.
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Google hat die Umstellung übrigens inzwischen bestätigt. Das schreibt Barry Schwartz auf Search Engine Roundtable. Ein Google Mitarbeiter wird so zitiert:
"We have a long history of deploying technical measures against evolving forms of abuse, and we regularly take steps to protect our services and users."
Ein weiterer Grund für die Umstellung dürfte der massive Abruf von Google Suchergebnissen durch KI-Systeme sowie durch Drittanbieter sein, die Google Ergebnisse scrapen und KI-Anbietern zur Verfügung stellen. Erst kürzlich war Google mit einer Klage gegen das Unternehmen SerpApi gescheitert.
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