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SEO-News

Google stellt Agentic Resource Discovery (ARD) vor: Spezifikation für KI-Fähigkeiten

Christian Kunz
18. Juni 2026
Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026
Google Glaswand

Google hat mit Agentic Resource Discovery (ARD) eine Spezifikation vorgestellt, mit der KI-Agenten sich im Web orientieren und passende Dienste finden können.

 

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Die jetzt von Google vorgestellte Agentic Resource Discovery (ARD) ist eine offene Spezifikation zur Veröffentlichung, Entdeckung und Verifizierung von KI-Fähigkeiten im Web. Sie wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern aus der Industrie entwickelt und ermöglicht es, Tools und Dienste sicher zu teilen und miteinander zu verbinden, unabhängig davon, auf welchem Framework, Protokoll oder Anbieter sie basieren.

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Wozu ist ARD gedacht?

KI-Agenten sind zunehmend darauf angewiesen, auf Werkzeuge, Fähigkeiten und andere Agenten zuzugreifen, die über verschiedene Teams, Organisationen und Plattformen verteilt sind. Dazu benötigen Agenten verlässliche Antworten auf drei entscheidende Fragen: Wo befindet sich die richtige Funktion, welche sollte tatsächlich genutzt werden und wie kann verifiziert werden, dass die Verbindung sicher ist?.

Bestehende Plattformen verfügen zwar oft über benutzerdefinierte Registrierungen, die jedoch meist isoliert und fragmentiert innerhalb ihrer spezifischen Ökosysteme bestehen. Das hindert Agenten daran, problemlos über unterschiedliche Tools hinweg zu kommunizieren. ARD füllt diese Lücke und bildet die fehlende Schicht des Agentic Webs. Es schafft einen Standard, mit dem Agenten Funktionen über Unternehmensgrenzen hinweg entdecken und Vertrauen in das aufbauen können, was sie finden. ARD stellt dabei verifizierbare Vertrauens-Metadaten bereit und tritt danach in den Hintergrund, sodass der Agent eine direkte und sichere Verbindung über das native Protokoll des jeweiligen Tools herstellen kann.

Die Architektur von ARD 

Die Architektur von ARD ist dezentral angelegt und basiert im Wesentlichen auf zwei Grundbausteinen: Katalogen (Catalogs) und Registries.

  • Kataloge: Um Ressourcen auffindbar zu machen, veröffentlicht eine Organisation einen Katalog, der ihre verfügbaren KI-Funktionen beschreibt. Das geschieht in der Praxis über das Hosten einer ai-catalog.json-Datei unter einem bekannten Pfad auf der eigenen Domain. Weil diese Kataloge direkt unter dem eigenen Domainnamen der Organisation liegen, dient der Besitz dieser Domain als kryptografische Grundlage für Identität und Vertrauen.
  • Registries dienen als Suchmaschinen für das Agentic Web. Sie durchsuchen die veröffentlichten Kataloge, indexieren deren Inhalte und machen sie durchsuchbar. Wenn ein Agent eine Suchanfrage stellt, liefert eine Registry die passenden Funktionen zurück, inklusive der notwendigen Metadaten, um den Herausgeber zu verifizieren und Vertrauen aufzubauen, bevor eine Verbindung hergestellt wird.

Agentic Resource Discovery Architektur

Der Ablauf

Die Funktionsweise von ARD lässt sich in vier wesentliche Phasen unterteilen:

  1. Veröffentlichung des Katalogs: Der Anbieter stellt seinen Katalog mit verfügbaren Fähigkeiten (z.B. MCP-Server, A2A-Agenten oder OpenAPI-Tools) auf seiner Domain zur Verfügung.
  2. Entdeckung und Auflösung: Ein Client-Agent kann entweder eine ARD-Registry durchsuchen oder den Katalog direkt von der Domain eines bekannten Partners abrufen, ohne die Suche zu nutzen.
  3. Kryptografische Verifizierung: Die Entdeckungsschicht erlaubt es dem Agenten oder der Registry, anhand angehängter Vertrauensmetadaten die kryptografische Identität des Herausgebers aktiv zu bestätigen.
  4. Direkte Laufzeitverbindung: Der Client-Agent lädt die ausgewählte Funktion dynamisch, interagiert mit ihr über deren natives Protokoll oder API und gibt das Ergebnis an den Nutzer zurück.

ARD discovering and executing new capabilities

Mit ARD starten

Zum Start stehen  verschiedene Wege offen. Man kann in drei Hauptbereichen aktiv werden:

  • Den ersten Katalog veröffentlichen: Man kann dem Quickstart Guide folgen, um eine ai-catalog.json-Datei auf der eigenen Domain zu hosten. Dadurch werden die eigenen Dienste in wenigen Minuten für andere auffindbar gemacht.
  • Die Spezifikation studieren: Interessierte können sich tief in die Materie einlesen. Dazu bietet sich die Spezifikation an. Sie umfasst die vollständigen Schemas, das Föderationsmodell, die Architektur rund um das Thema Vertrauen sowie Referenzimplementierungen.
  • Der Community beitreten: Über das GitHub-Repository des Projekts kann man sich aktiv beteiligen. Dort ist es möglich, eigene Implementierungen beizusteuern, Schema-Updates vorzuschlagen und an der Weiterentwicklung von ARD mitzuwirken.

Christian Kunz

Von Christian Kunz

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