Automatisierter KI-Traffic ist im Jahr 2025 achtmal so stark gewachsen wie menschlicher Traffic
KI-Traffic hat im vergangenen Jahr gegenüber menschlichem Traffic deutlich zugelegt. Das liegt vor allem an KI-Agenten. Ein Bereich, in dem es besonders starke Zuwächse gab, ist der E-Commerce.
Automatisierter Traffic, also jeglicher nicht von Menschen erzeugter Datenverkehr, ist im Jahr 2025 achtmal so stark gewachsen wie menschlicher Traffic. Das ergab eine aktuelle Untersuchung von Human. Die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung ist der KI-gesteuerte Traffic: Hier hat sich das monatliche Volumen im Jahr 2025 mit einem Wachstum von 187 Prozent fast verdreifacht.
Während KI-Crawler mit 67,5 Prozent noch den Großteil des KI-Traffics ausmachen, sinkt ihr Anteil allmählich zugunsten von Echtzeit-KI-Scrapern, deren Traffic um fast 600 Prozent gewachsen ist.
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Agentic AI legt deutlich zu
Besonders bemerkenswert ist das Aufkommen von Agentic AI. Der Traffic durch KI-Agenten ist im Jahresvergleich um 7.851 Prozent angestiegen. Im Gegensatz zu Crawlern und Scrapern, die das Web lediglich lesen, interagieren KI-Agenten aktiv mit Webseiten: Sie navigieren durch Produktseiten, füllen Formulare aus, verwalten Benutzerkonten und führen eigenständig Transaktionen und Käufe durch.
Das konzentriert sich stark auf bestimmte Bereiche. Mehr als 95 Prozent des KI-Traffics entfällt auf nur drei Branchen: Einzelhandel & E-Commerce, Streaming & Medien sowie Reise & Gastgewerbe.
OpenAI für fast 70 Prozent des KI-Traffics verantwortlich
Auch auf der Betreiberseite herrscht eine enorme Konzentration: Allein die Bots von OpenAI verursachen etwa 69 Prozent des gesamten KI-Traffics, gefolgt von Meta (16 Prozent) und Anthropic (11 Prozent).

Die zunehmende Automatisierung des Handels steht in Verbindung mit einem Anstieg der Cyberangriffe, weil Angreifer digitale Oberflächen ins Visier nehmen, auf denen auch KI-Agenten unterwegs sind. Hier zeigt die Analyse vier Haupt-Trends:
- Account Takeover (ATO): Obwohl die Gesamtmenge an ATO-Versuchen leicht gesunken ist, haben sich Angriffe auf Konten nach dem erfolgreichen Login (Post-Login Account Compromise) im Jahresvergleich mehr als vervierfacht. Das System erkannte durchschnittlich 402.000 solcher hochkomplexen Übernahmeversuche pro Organisation.
- Web Scraping: Das unautorisierte Auslesen von Daten hat stark zugenommen. Nahezu 20 Prozent des weltweiten Web-Traffics bestehen mittlerweile aus Scraping-Versuchen: eine Verdopplung der Rate im Vergleich zu 2022.
- Carding: Angriffe, bei denen gestohlene Kreditkartendaten in automatisierten Checkout-Prozessen auf ihre Gültigkeit getestet werden, verzeichneten beim Angriffsvolumen einen Anstieg von 250 Prozent seit 2022.
- Fake-Accounts: Das massenhafte Erstellen gefälschter Konten wuchs nach einem Anstieg von 259 Prozent im Jahr 2024 um weitere 89 Prozent im Jahr 2025. Diese Methode wird besonders häufig für den Missbrauch von Neukunden-Boni oder für Betrug im Streaming-Bereich genutzt.
Die schnelle Verbreitung von KI-Agenten zwingt Unternehmen zum Umdenken. Die alte, binäre Unterscheidung, ob ein Besucher ein „Bot oder ein echter Mensch“ ist, funktioniert nicht mehr. Das automatisierte Suchen nach Produkten und der schnelle Abschluss eines Kaufs kann heutzutage sowohl ein legitimer, KI-Einkaufsassistent als auch ein Betrugsversuch sein.
Unternehmen müssen deshalb ab sofort in der Lage sein, die eigentliche Intention hinter jeder Interaktion zu verstehen und Vertrauen dynamisch zu bewerten, um legitimem KI-Traffic den Weg zu ebnen und gleichzeitig Betrug zu stoppen.
























