EU-Kommission fordert von Google die Offenlegung von Suchedaten
Die EU-Kommission fordert, dass Google seine Suchedaten Wettbewerbern zur Verfügung stellt, um diesen die Verbesserung ihrer Dienste zu ermöglichen.
Google droht in der EU ein weiterer Konflikt: Nach einem Bericht von Reuters fordert die EU-Kommission, dass das Unternehmen seine Suchedaten an seine Wettbewerber weitergibt. Dazu gehören auch die Daten von KI-Chatbots. Damit soll sich Google gemäß des Digital Market Acts verhalten.
Google reagierte wie erwartet wenig begeistert. Clare Kelly, Senior Competition Counsel bei Google, erklärte, man werde dagegen vorgehen. Die geforderten Maßnahmen seien überzogen und würden die Privatsphäre der Nutzer gefährden. Hunderte Millionen Nutzer vertrauten Google täglich mit sensiblen Informationen, zu denen auch private Fragen zu Familie, Gesundheit und Finanzen gehören. Der Vorschlag würde Google dazu zwingen, diese Informationen an Dritte zu übergeben, bei denen der Schutz der Privatsphäre nicht gegeben sei, so Kelly in einem Statement.
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Die von der EU vorgeschlagenen Maßnahmen beziehen sich auf den Umfang, die Bedeutung und die Frequenz der Suchedaten, die Google an die Wettbewerber übergeben soll. Dabei sei sicherzustellen, dass die Daten anonymisiert werden. Auch sollen Bedingungen zur Festlegung der Preise für die Daten bestimmt werden.
Ziel der Maßnahme sei es laut EU-Kommission, dass mit Google konkurrierende Anbieter von Online-Suchmaschinen und sogenannte “Data Beneficiaries” ihre Dienste verbessern können, um mit Google in den Wettbewerb zu treten.
Interessierte Parteien haben bis zum 1. Mai Zeit, ihre Ansichten zu den vorgeschlagenen Maßnahmen einzureichen. Eine Entscheidung soll dann im Juli fallen.
Dieser Vorgang erinnert an das Kartellverfahren gegen Google vor etwa einem Jahr. Hier wurde entschieden, dass Google bestimmte Daten offenlegen muss, zum Beispiel eindeutige Dokumenten-IDs oder, wann eine URL zuletzt gecrawlt wurde. Insgesamt wird aber angenommen, dass Google dabei glimpflich davongekommen ist, weil sich mit diesen Daten kaum die Funktionsweise von Google nachvollziehen lässt.
























