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SEO-News

ChatGPT verwendet laut Bericht Produkte aus Google Shopping

Christian Kunz
10. Februar 2026
Zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2026
ChatGPT Shopping

ChatGPT nutzt offenbar Google Shopping für seine Produkt-Karussells. Das lässt sich recht einfach nachprüfen.

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ChatGPT bedient sich offenbar nicht nur mutmaßlich an den klassischen Google Suchergebnissen, sondern greift auch auf Google Shopping zurück. Dafür gibt es recht klare Hinweise. Wie sich das nachstellen lässt, zeigt ein Bericht auf SEMrush.

Wenn Nutzer Anfragen an ChatGPT stellen, die zur Anzeige eines Produkt-Karussells führen, dann finden im Hintergrund zwei Query-Fan-Out-Prozesse statt. Der Erste richtet sich an die Google Suche und wir genutzt, um die Textantwort zu erstellen. Der Zweite wird an Google Shopping erstellt und dient dem Erstellen des Produkt-Karussells. 

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Das lässt sich recht einfach nachstellen:

  • In den Chrome Developer Tools muss man dazu in das Netzwerk-Tab wechseln und "Fetch/XHR" wählen
  • Wenn man die Konversations-URL gefiltert hat, die ChatGPT erstellt, aktualisiert man die Konversation und lässt alle Ergebnisse erfassen.
  • Mit Steuerung F sucht man nach "search_model_queries". Dort findet man unter "queries" die entsprechenden Suchanfragen, die per Query-Fan-Out erstellt wurden.

 

ChatGPT Query Fan-Out in den Chrome Developer Tools

 

Um die Query-Fan-Outs für das Shopping zu finden, muss man nach "id_to_token_map" suchen und dann den Teil des Textes finden, der mit "ey" beginnt. Es handelt sich hier um Daten, die per Base64 encodiert sind. Deshalb muss man das komplette Snippet in ein passendes Tool wie Base64 Decode pasten und sieht dann das Ergebnis:

 

Anzeige einer ChatGPT Shopping-Anfrage decodiert 

Man erkennt die entsprechende Anfrage nach dem "query"-Teil. 

Interessant ist ein direkter Vergleich der Beispiel-Ergebnisse zwischen ChatGPT und Google. Zwei der drei Produkte sind gleich - inklusive Preis.

 

Vergleich Produktergebnisse ChatGPT und Google Shopping

 

Nach den Ergebnissen von SEMrush wurde bei 100 Testläufen das erste Produkt aus dem ChatGPT-Karussell in 75 Prozent der Fälle in den ersten drei Treffern von Google Shopping angezeigt. Beim zweiten Produkt waren es noch 59 Prozent, beim dritten Produkt rund 44 Prozent.

Der Grund für die mutmaßliche Verwendung von Google Shopping-Ergebnissen durch ChatGPT liegt auf der Hand: Google verfügt mit seinem Shopping Graph und den zahlreichen Produktfeeds, die Händler über das Google Merchant Center eingereicht haben, über einen riesigen und regelmäßig aktualisierten Datenbestand. Dies aufzuholen ist für Wettbewerber wie OpenAI schwierig und nicht in kurzer Zeit machbar.

Daraus lässt sich als wichtige Handlungsempfehlung für Shoppinganbieter und Onlineshops ableiten: Es ist auch für die Präsenz in ChatGPT wichtig, den Produktbestand in Google Shopping aktuell zu halten. 

Wieder einmal mehr zeigt sich, dass Maßnahmen, die der Optimierung für Google dienen, auch für ChatGPT hilfreich sind.

Christian Kunz

Von Christian Kunz

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