Google Discover: Das sind die Veränderungen durch das Core Update vom Februar
Nachdem das Google Discover Core Update vom Februar beendet ist, zeigen sich einige erfreuliche Veränderungen.
Das erste offizielle Google Update, das sich ausschließlich auf Discover bezog, fand vom 5. bis zum 27. Februar statt. Laut Google bezog es sich nur auf Nutzer in den USA und war auf die englische Sprache beschränkt. Auch weil es ähnliche Updates zukünftig auch für weitere Länder und Sprachen geben soll, ist es interessant zu beobachten, welche Veränderungen das Update gebracht hat.
Das Update sollte drei konkrete Ziele erreichen: mehr lokale Relevanz, weniger reißerische Inhalte und Clickbait sowie eine stärkere Fokussierung auf tiefgehende, originelle und aktuelle Inhalte von Websites mit Expertise.
Um die Auswirkungen dieses Updates zu untersuchen, verglich NewzDash Daten von vor dem Update mit Daten nach dem Update. Dazu wurden Daten von Millionen echter US-Nutzer verwendet. Analysiert wurden dabei die Top 1000 Domains und die Top 1000 Artikel auf nationaler Ebene der USA sowie gesonderte Top 1000 Artikel-Listen für die Bundesstaaten Kalifornien und New York, wobei normalisierte Scores zur Vergleichbarkeit herangezogen wurden.
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Mehr relevante, lokale Inhalte
Hinsichtlich des ersten Ziels – der Förderung von lokal relevanten Inhalten aus dem Land der Nutzer – zeigten die Ergebnisse eine Verbesserung. Auf der Domain-Ebene stieg der Anteil von US-amerikanischen Websites von 88,86 % auf 89,94 %, während die Sichtbarkeit internationaler Publisher von 8,52 % auf 7,04 % sank.
Ein noch wesentlich stärkerer Effekt zeigte sich auf nationaler Ebene: Die Untersuchung zeigt eine klare geografische Personalisierung der Feeds. Zwar teilten sich die Feeds für die gesamten USA, Kalifornien und New York eine große Schnittmenge an Nachrichten, allerdings wies jeder Bundesstaat einen ausgeprägten lokalen Anteil auf. Lokale Nachrichtenquellen erschienen in den Feeds ihres jeweiligen Heimatstaates etwa fünfmal häufiger als im Feed des anderen Bundesstaates.
Gibt es weniger Clickbait-Content?
Das zweite Ziel, die Reduzierung von Clickbait, ließ sich rein quantitativ schwerer beweisen, lieferte aber trotzdem interessante Erkenntnisse. Während die bloße Anzahl offensichtlicher Clickbait-Keywords relativ stabil und selten blieb, zeigte sich bei der Struktur der Titel im Feed, dass diese im Durchschnitt um über 15 Prozent länger und deskriptiver waren als zuvor.
Am überzeugendsten war jedoch die deutliche Herabstufung von Publishern, die stark auf schablonenhafte, neugierig machende Formate setzen. Plattformen, die vor dem Update noch mit immer gleichen Spannungsbögen in den Top 1000 vertreten waren, verschwanden in der Zeit nach dem Update komplett aus dieser Liste.
Mehr Nachrichten, weniger Unterhaltung
Beim dritten Ziel, der Bevorzugung aktueller Inhalte auf Grundlage von Expertise, zeigt die Analyse eine klare inhaltliche Verschiebung: Die Feeds konzentrierten sich wesentlich stärker auf Nachrichten und auf Sportthemen, während der Anteil von Kunst und Unterhaltung abnahm. Google erweiterte zwar die thematische Vielfalt durch mehr unterschiedliche Kategorien, stützte sich dabei jedoch in den USA insgesamt und in Kalifornien auf eine kleinere Auswahl an Publishern.
Zudem stieg die Bedeutung der Plattform X als Quelle für aktuelle Meldungen deutlich an. Inwiefern die Inhalte im Feed nach dem Update tatsächlich tiefgehender oder origineller sind, ließ sich ohne eine manuelle inhaltliche Prüfung der Artikel jedoch nicht abschließend bewerten.
Wer gewinnt?
Die Publikationen, die am meisten vom Update profitieren können, sind diejenigen, die thematische Autorität, inhaltliche Aktualität sowie eine klare geografische Relevanz miteinander verbinden können.
Es ist davon auszugehen, dass Google zukünftig weitere solche Updates ausführen wird. Damit wird die Qualität der Inhalte in Google Discover hoffentlich weiter steigen.

























