Google: KI-Suche nutzt eigene Plattform, aber auch Funktionen der klassischen Suche
Der Google AI Mode und die AI Overviews nutzen Funktionen der klassischen Suche, verfügen aber auch über eigene Infrastruktur.
In der aktuellen Ausgabe des Google Podcasts “Search Off the Record” ist Nicola Todorovic zu Gast, der seit 15 Jahren bei Google in Zürich arbeitet und dort das Safe-Search-Team leitet. Es geht um die Rolle von KI in der Google Suche.
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KI in der Suche hat laut Todorovic das Nutzerverhalten verändert: Die Suchanfragen werden zunehmend länger, detaillierter und komplexer, weil die Nutzer erkennen, dass die Suche jetzt auch direkte Antworten auf sehr spezifische Fragen liefern kann.

Abbildung 1: Nikola Todorovic Google
KI ist in die Suche-Infrastruktur integriert
Die KI-Suche läuft l nicht auf einer völlig eigenständigen, von Google losgelösten Plattform, sondern ist tief in die bestehende Such-Infrastruktur integriert, arbeitet dabei aber teilweise in ihren eigenen, isolierten Bereichen.
Dabei wird zwischen den verschiedenen KI-Funktionen unterschieden:
- Die AI Overviews setzen sich wie eine neue Schicht auf das klassische Ranking- und Retrievalsystem der Google Suche. Sie nutzt die etablierte Suche, um im Hintergrund per Fan Out mehrere Anfragen parallel auszuführen. Eine komplexe Suchanfrage wird im Hintergrund in mehrere parallele Anfragen aufgeteilt, deren gesammelte Ergebnisse dann von der KI zu einer übersichtlichen Zusammenfassung kombiniert werden. Die eigentliche Verarbeitung und Zusammenfassung dieser gesammelten Informationen passiert dann jedoch in einem isolierten, eigenen Raum der KI.
- Der AI Mode greift im Kern ebenfalls auf die klassischen Funktionen der Google Suche zurück, einschließlich der Fan Outs, verlinkter Ergebnisse und Zitate. Allerdings ist die Infrastruktur hier neu, und der AI Mode verfügt über eine größere eigene Plattform. Er läuft als eigenständiges System auf dem Fundament der klassischen Suche. Der AI Mode ermöglicht mehrteilige, dialogbasierte Konversationen, bei denen die Sprachmodelle ihr eigenes erlerntes Wissen, das sogenannte parametrisches Gedächtnis, mit dem durchsuchten Internet verknüpfen.
Auswirkungen auf SEO und die Inhalte im Web
Todorovics Rat an Websitebetreiber lautet: Es müsse weiterhin ein echter Mehrwert für die Nutzer geschaffen werden. Er rät davon ab, KI einfach nur zur massenhaften und billigen Content-Produktion zu nutzen. Stattdessen sollten KI-Tools verwendet werden, um beispielsweise Daten zu analysieren oder Grammatik und Stil zu verbessern. Besonders wertvoll bleiben persönliche menschliche Erfahrungen, Meinungen und das Erklären von Kontexten. Eine KI könne zwar technische Datenblätter zusammenfassen, aber keine eigenen menschlichen Erlebnisse teilen wie beispielsweise das haptische Gefühl beim Testen eines Joysticks.
Damit kristallisiert sich immer mehr heraus, dass sich die Art der Inhalte verändern muss, die auf Websites veröffentlicht werden. Es wird zukünftig besonders darauf ankommen, den Menschen das zu bieten, was die KI nicht selbst erzeugen kann.
























