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Google stellt neuerdings seine Suchergebnisse synchron zur Eingabe der Suchanfragen dar. Die Suchergebnisse bei Google Instant verändern sich mit jedem eingegebenen Zeichen. Somit kann bereits während der Eingabe der Suchbegriffe erkannt werden, ob die Suche in die richtige Richtung geht.

Auf der deutschen Google-Seite steht die neue Funktion zunächst nur für Nutzer mit eingeloggtem Google-Konto zur Verfügung. Alle anderen Nutzer sehen noch die alte Suche. Eingeloggte Nutzer können die Instant-Funktion in den Einstellungen deaktivieren.

Google berichtet in seinem Blog, dass sich die Menge der ausgelieferten Suchergebnisse durch Google Instant um den Faktor fünf bis sieben erhöhen wird. Um die höhere Serverlast zu kompensieren, sollen zum einen Cache-Mechanismen zum Einsatz kommen und die bereits an einen Nutzer ausgelieferten Suchergebnisseiten gespeichert werden. Zusätzlich wurde das Javascript zum Aufbau der Seiten optimiert, um eine Beschleunigung zu erzielen.

Für Werbekunden ist interessant, dass die dargestellten Ads im Zuge der Sucheeingabe ebenfalls regelmäßig wechseln. Laut FAQ wird eine Anzeige schon dann als "Ad Impression" gezählt, wenn sie, zum Beispiel bei langsamer Eingabe eines Suchbegriffs, länger als drei Sekunden angezeigt wird. Anzeigenkunden von Google sollten daher in Zukunft genauer hinsehen und beobachten, wie sich ihre Kampagnen entwickeln.

Wie fühlt sich Google Instant an?

In der Praxis zeigt sich, dass Google Instant recht gut funktioniert. Die Aktualisierung der Suchergebnisse während der Eingabe ist einigermaßen flott. Lediglich der ständig wechselnde Seitenaufbau ist etwas gewöhnungsbedürftig. Für Nutzer mit langsameren Internetverbindungen könnte es in Zukunft schwieriger werden, vernünftig mit Google zu arbeiten - zumindest dann, wenn sich die Instant-Option dann nicht mehr deaktivieren ließe. Bleibt abzuwarten, ob die momentane Geschwindigkeit auch gehalten werden kann, wenn die Nutzer standardmäßig Google Instant angeboten bekommen.

Bemängelt werden von Google eingebaute Filtermechanismen, die sogar bei deaktiviertem SafeSearch-Filter greifen. So erhält man zum Beispiel bei der Suche nach "lesbisch" oder "bisexuell" keine Suchtreffer; bei der Suche nach "schwul" dagegen schon.

Als Fazit lässt sich sagen: Google Instant ist eine interessante Funktion, mit der zumindest sehr gut experimentiert werden kann. Die weitere Entwicklung - gerade auch im Hinblick auf die vom Nutzer nicht gewünschte Filterung von Suchergebnissen - wird zeigen, was die neue Suche wirklich bringt.

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