Google: ‘Good SEO is good GEO’
Auf der Search Central Live hat Google Tipps zur Optimierung für die KI-Suche gegeben. Ein Motto dabei: ‘Good SEO is good GEO’.
Auf der jüngsten Google Search Central Live, die in der kanadischen Großstadt Toronto stattgefunden hat, ging es unter anderem auch um die KI-Suche von Google mit den AI Overviews und dem AI Mode. Besprochen wurde auch, wie man für die KI-Suche optimieren kann.
Jean-Christophe Chouinard hat die Folien der Präsentation auf Twitter geteilt:
Tipps für Erfolg bei der KI-Suche
Eine Empfehlung von Google in diesem Zusammenhang lautet: Um in der KI-Suche erfolgreich zu sein, müsse das Rad nicht komplett neu erfunden werden, weil sich die Empfehlungen stark mit dem traditionellen SEO-Erfolg decken. Nach wie vor sei es wichtig die allgemeinen SEO-Grundlagen zu befolgen. Google schreibt dazu: "Good SEO is good 'GEO'"

Hier die Empfehlungen von Google als kurze Liste:
- Befolge die SEO-Grundlagen
- Nutze strukturierte Daten
- Sorge für eine großartige User Experience
- Vor allem anderen: einzigartige, authentische Inhalte, die keine austauschbare Massenware sind - sogenannte Non-Commodity-Inhalte
Der Fokus auf Non-Commodity-Inhalte
Google definiert gute, nicht austauschbare Inhalte bzw Non-Commodity Content durch drei wesentliche Merkmale:
- Sie sind einzigartig, weil sie Standpunkte oder Informationen bieten, die anderen fehlen und nicht einfach kopiert werden können.
- Sie sind spezifisch, weil sie konkrete Fälle oder Situationen behandeln, anstatt lediglich allgemeine Regeln oder generische Informationen aufzulisten.
- Zuletzt sind sie authentisch, indem sie echtes Wissen oder Erfahrung aus erster Hand demonstrieren.
Beispiele: Commodity vs. Non-Commodity
Um den Unterschied zwischen austauschbaren Inhalten und wertvollen Non-Commodity-Inhalten zu verdeutlichen, nachfolgend einige Beispiele_
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Branche |
Commodity-Inhalte |
Non-Commodity-Inhalte |
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Geschäft für Sportschuhe |
Die 10 wichtigsten Dinge beim Kauf von Laufschuhen Standard-Ratschläge zu Größe, Unterstützung des Fußgewölbes und Dämpfung. |
Ein detailliertes Video, das den Verschleiß der Schuhe eines Kunden nach 400 Meilen analysiert und genau erklärt, warum sein spezieller Laufstil dazu führte, dass der Schaumstoff seitlich nachgab. |
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Immobilienmakler |
7 Tipps für Erstkäufer von Immobilien: Allgemeine Tipps zur Finanzierungsvorabgenehmigung, Lage und Budgetplanung. |
Eine Analyse eines spezifischen Bieterwettstreits: Warum wir auf die Inspektion verzichteten und 15.000 Dollar sparten. Oder ein Einblick, wie man persönlich die Abwasserleitung inspizierte und sah, dass sie aus PVC und nicht aus Beton bestand. |
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Innenarchitekt |
Küchentrends 2024, die Sie sehen müssen, mit Fotos von grünen Schränken und Messingbeschlägen von Pinterest. |
„Marmor vs. Traubensaft“: Ein Video, das erklärt, warum man sich weigerte, für eine fünfköpfige Familie Marmor-Arbeitsplatten zu verlegen, inklusive echter Fleckentests mit Traubensaft und Kurkuma. |
Mythen-Check: für Menschen schreiben, nicht für die KI
In der Präsentation wurden auch einige Mythen besprochen, die sich rund um die KI-Optimierung gebildet haben.
Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass Inhalte speziell für die KI in kleine Stücke zerlegt werden müssen, das sogenannte Chunking. Laut Google ist das nicht nötig: Texte sollten für ein gutes, menschliches Leseerlebnis organisiert und geschrieben werden.
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Überschriften wie H1 oder H2 dienen dazu, dem menschlichen Leser zu helfen, und müssen nicht eigens für die KI präzisiert werden. Das Web bestehe ohnehin nicht aus validem HTML.
Ebenso unnötig sei es, sich auf konversationelle Keywords zu konzentrieren oder zu versuchen, jedes mögliche Synonym abzudecken. Googles Systeme zum Sprachabgleich seien hochentwickelt und würden den Kontext einer Seite zu vielen Suchanfragen verstehen, selbst wenn bestimmte Suchbegriffe nicht explizit im Text stehen.
Auch der Einsatz von JavaScript sei völlig in Ordnung, solange Google darauf genauso zugreifen kann wie ein menschlicher Nutzer.
Der richtige Einsatz von KI
Bei der Erstellung von Inhalten durch KI sei Vorsicht geboten. Generative KI könne ein nützliches Werkzeug sein, um Themen zu recherchieren und eigenen, originären Inhalten Struktur zu verleihen. Der Einsatz solcher Tools zur Erstellung massenhafter Seiten ohne tatsächlichen Mehrwert für den Nutzer, sogenannter Scaled Content Abuse, verstoße jedoch gegen Googles Spam-Richtlinien und sollte vermieden werden.
Bewertung
Wenn Google behauptet, gutes SEO sei gutes GEO, so ist das ein wichtiger Teil der Wahrheit, aber eben nur ein Teil. Ohne gute SEO wird der Erfolg in GEO ausbleiben. Um in der KI-Suche erfolgreich zu sein, braucht es jedoch mehr. Und das gilt insbesondere deshalb, weil die KI-Suche mehr ist als nur Google. Es gibt hier viele Plattformen, die miteinander konkurrieren, vor allem OpenAI mit ChatGPT und Anthropic mit Claude. Wenn Google zum Beispiel erklärt, der Einsatz von JavaScript sei in Ordnung, dann gilt das vor allem mit Blick auf Google selbst. Andere KI-Bots wie zum Beispiel die von OpenAI führen dagegen kein JavaScript aus. Hier kann es also Probleme geben, wenn Inhalte nur per JavaScript ausgeführt werden.

























