SEO-Agenturen, die sich unerlaubter Praktiken bedienen, könnten Ärger mit Google bekommen. In einem aktuellen Fall, in dem es um den Tausch von Gastartikeln geht, droht dem Anbieter tatsächlich eine genauere Kontrolle durch den Google.
Es kam in der jüngeren Vergangenheit selten vor, dass Google SEO-Agenturen und deren Vorgehensweise unter die Lupe genommen hat. Ziel von Anstrafungen waren eher Linknetzwerke wie in einem aktuellen Fall vom Februar dieses Jahres.
Allerdings ist es tatsächlich so, dass vereinzelte Anbieter von SEO-Dienstleistungen offen mit Praktiken werben, die gegen Googles Webmaster-Richtlinien verstoßen. Damit machen sie sich angreifbar gegenüber Google.
So auch in einem aktuellen Fall. Eine SEO-Agentur aus den USA hatte auf Twitter ein Beispiel für ein zweifelhaftes Angebot eines anderen Dienstleisters gepostet. Darin geht es um Link Building. Das Prinzip ist recht einfach:
- Man sendet die Domain eines Kunden, für die man einen Link aufbauen möchte.
- Die zugehörige Seite wird geprüft, und man erhält einen Vorschlag für eine relevante Seite mit gutem Trust Flow und hoher Domainautorität.
- Im nächsten Schritt wird ein Gastbeitrag vorbereitet, der einen Link auf die gewünschte Seite enthält.
- Der Kunde erhält dann die Domain eines anderen Kunden und muss eine passende Webseite vorschlagen, auf der er einen Gastbeitrag veröffentlichen wird.
Auf diese Weise soll der Vorgang ohne Spuren durchgeführt werden können.
Gary Illyes von Google zeigte sich sehr interessiert bezüglich dieses Hinweises. Er antwortete auf den Hinweis per Twitter:
"Wenn Du mir den Namen der Agentur nennst, dann würde ich mich freuen, einen genauen Blick auf deren Praktiken zu werfen."
Das könnte dann weniger erfreuliche Folgen für den betreffenden SEO-Anbieter haben...
Titelbild © giromin - Fotolia.com
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